Weekend: Party StaffHouse + bicycle tour (25.06. + 26.06.)

Eigentlich hatte ich ja vorgehabt am Samstag einem botanischen Garten in Vancouver einen Besuch abzustatten, allerdings regnete es den Tag über so stark, dass die Pläne buchstäblich ins Wasser fielen. So habe ich den Tag neben Vorbereitungen von Bewerbungen noch dazu genutzt, mit den lieben Eltern zu telefonieren, um zu klären, was sie mir aus Deutschland noch alles mitbringen können.

Denn falls es einige von euch noch nicht wissen, bekomme ich am vierten Juli Besuch aus Deutschland, da ich so dreist bin, zu meinem Geburtstag in einem fremden Land zu verweilen. Allerdings glaube ich eher, dass meine Eltern nur einen Grund gesucht haben, mal einen längeren Urlaub in Kanada zu machen 😉

Immerhin hörte der Regen gegen Abend hin auf, als ich mich auf den Weg zum StaffHouse gemacht habe, wo eine Party stattfand. Hierzu hatte ich, da ich ein wenig zu faul war noch zum Supermarkt zu fahren, meine alten Biervorräte geplündert, die noch von der ersten StaffHouse-Party im April übrig geblieben sind – zum Glück wird Bier ja nicht so schnell schlecht xD

Bier-Ping-Pong
Bier-Ping-Pong

Man könnte aber eher von einer deutschen Party sprechen, denn in den letzten Wochen waren ein paar neue Leute eingetroffen, so dass wir die ansonsten dominierende Gruppe der spanisch sprechenden Leute klar überboten. Aber da man ja hier ist, um Englisch zu sprechen bzw. dieses zu verbessern, wurde weitestgehend auf die Muttersprache verzichtet. Es ist jedoch vom Vorteil ab und an ins Deutsche wechseln zu können, um ungezwungen nachfragen zu können, wenn man ein englisches Wort nicht weiß 😉

Während die Party selbst einen sehr gelungenen Abend darstellte, auf dem man sich u.a. mit Bier-Ping-Pong vergnügen konnte, war der Weg nach Hause eine Story für sich. Denn da ich ein wenig länger geblieben war, musste ich den Nachtbus nach Hause nehmen und traf hier an der Bushalte auf eine Frau, mit der ich ein wenig ins Gespräch kam, um sich die Zeit bis zum nächsten Bus zu vertreiben.

So habe ich ihr ein wenig über mein Praktikum und die Pläne danach erzählt, bis sie mich dann plötzlich gefragt hatte, wie weit Schweden von Deutschland aus entfernt liegt. Meine Antwort, dass man mit dem Flugzeug so etwa ein bis zwei Stunden braucht, hat sie wohl ein wenig missverstanden, denn plötzlich erzählte sie mir von einem Bekannten, der in Schweden wohnt und zu dem sie seit längerem keinen Kontakt mehr hat. Und so kam sie auf die Idee, dass ich doch, wenn ich wieder in Deutschland bin, mal in Schweden vorbei schauen könnte. Die Adresse des Bekannten wollte sie mir per eMail zukommen lassen und es ist wohl nicht verwunderlich, dass ich ihr eine falsche Adresse gegeben habe.

Ich war jedenfalls froh, dass im Nachtbus nur noch zwei Plätze frei waren, die recht weit auseinander lagen, allerdings stieg sie später dann an der selben Station wie aus und wollte von dort anscheinen ein Taxi nach Hause nehmen. Allerdings hatte sie nicht genug Geld dabei – fragt nicht wieso ich nicht schnell genug nach Hause gelaufen bin – und fragte mich dann, ob sie nicht ein paar Stunden, bis die nächsten Busse fahren würden, bei mir daheim bleiben könnte. In dem Augenblick war ich ganz froh mich auf die Regel meiner Gastfamilie berufen zu können, keine fremden Personen über Nacht mitzubringen 🙂

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