Seattle again (11.06. + 12.06.)

After I visited Seattle the last time over Easter for an Anime-Convention, I decided to go a for a second time, because the last time I didn’t see so much of the city. Furthermore I explored the city with a friend, who I met at the convention.

Anscheinend hatte ich gestern beim NHL-Spiel doch ein wenig zu viele Biere getrunken, denn als ich nach einem recht tiefen Schlaf am Samstagmorgen die Augen aufschlug und feststellte, dass draußen hell die Sonne scheint, wusste ich, dass ich verschlafen hatte …

Denn ich wollte den Bus nach Seattle gegen 07:45 Uhr nehmen – ja diesmal musste ich nicht um 2 Uhr morgens mit dem Nachtbus nach Downtown-Vancouver fahren – und hätte somit um kurz nach 6 Uhr aufstehen müssen. Konkret zeigte die Uhr kurz vor zehn an und als erstes habe ich die Abfahrtzeiten der Busse überprüft und durfte feststellen, dass der nächste Bus um genau 10:20 Uhr von Vancouver aus losfahren sollte und der nächste erst gegen 14 Uhr abfuhr, was bedeutete, dass ich den kurz nach zehn Uhr nicht bekommen würde und mit dem nächsten mit knapp acht Stunden Verspätung in „Seattle“ eintreffen würde.

Allerdings stellte ich kurz darauf fest, dass der Bus um kurz nach zehn Uhr in „Coquitlam“ vorbeifährt, was sich in der Nähe meines Homestays befand und so habe ich es Dank eines Taxis doch noch geschafft, den Bus zu bekommen. Denn da ich in Seattle mit einer Freundin namens Tami – die ich auf der Con kennengelernt hatte und die in der Nähe von Seattle wohnt – verabredet war, wollte ich nicht allzu spät dort ankommen, um mit ihr Seattle zu erkunden.

Die Fahrt nach Seattle verlief ohne Probleme wie bspw. Staus, allerdings war es etwas deprimierend festzustellen, wie lange wir das letzte Mal auf Grund des Staus für die Strecke von Vancouver bis zur amerikanischen Grenze gebraucht hatten. Denn statt nur etwa 45min Fahrzeit standen wir das letzte Mal knapp 3 Stunden lang im Stau …

Pike Place Market
Pike Place Market

Gegen 15 Uhr traf ich endlich in Seattle ein und habe mich erst einmal auf den Weg zu meinem Hostel gemacht, welches sich in der Nähe des s.g. „Pike Place Market“ befand und somit in einer der tagsüber belebtesten Ecken von Seattle liegt. Die Herberge überraschte mich jedenfalls recht positiv, denn erstens war sie recht sicher – man kam nur mittels einer elektronischen Karte in die einzelnen Korridore mit den Zimmern und ins Zimmer selbst – und zweitens waren die Badezimmer keine Gemeinschaftsduschen, sondern es gab insgesamt vier einzelne abschließbare Badezimmer mit jeweils einer Dusche und Toilette. Auch wenn dies eventuell am Morgen zu einem Stau führen könnte, so ziehe ich dies doch einer Gemeinschaftsdusche vor.

Bett im Hostel
Bett im Hostel

Nachdem alles im Zimmer verstaut war, habe ich mich erst einmal mit der lieben Tami in Verbindung gesetzt, um ihr mitzuteilen, dass ich nun in Seattle angekommen bin und des Weiteren eine Uhrzeit und einen Ort festzulegen, wann man sich wo treffen kann. Leider würde sie es nach eigener Aussage erst um 18:30 Uhr schaffen, nach Seattle zu kommen, so dass ich erst einmal ein wenig Zeit für mich hatte. Dies habe ich einmal dazu genutzt, ein paar Geschäfte in der Umgebung meines Hostels ausfindig zu machen – man muss ja den niedrigen Dollar ausnutzen 🙂 – und des Weiteren wurde per „Remote-Zugriff“ ein Eintrag in einem Hochzeitsgästebuch verfasst. Denn an diesem Wochenende haben in Berlin zwei gute Freunde geheiratet und zufällig war eine Freundin noch online und vor allem zu so später Stunden noch auf der Hochzeit anwesend, so dass sie für mich einen Eintrag hinterlassen hat 😉

Pike Place Market
Pike Place Market

Kurz nach 16 Uhr habe ich mich dann aber erst einmal auf den Weg gemacht, um den Markt gegenüber meinem Hostel ein wenig genauer anzusehen, da er in den Touristenführern empfohlen wird. So gab es eine recht große Auswahl an Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, allerdings konnte ich leider nirgends „über die Köpfe der Touristen hinweg fliegenden Fischköpfe“ beobachten, die mehrmals erwähnt wurden. Nebenbei habe ich die Augen nach einem Comic-Laden Ausschau gehalten, in dem man angeblich auch Mangas und Artbooks erwerben kann, aber leider wurde ich nicht fündig.

Seattle Convention-Center
Seattle Convention-Center

Nach dem Marktplatz habe ich mir die umliegenden Straßen ein wenig genauer angesehen, aber da ich eher weniger an Klamotten interessiert war, war die Suche nach für mich passenden Einkaufsläden nicht gerade von Erfolg gekrönt. Dafür durfte ich feststellen, dass das Convention-Center, in dem über Oster die Con stattgefunden hatte, nur etwa 5min Fußmarsch von meinem Hostel entfernt lag und nicht etwa 15-20min, wie ich vorher geschätzt hatte. Sollte es mich also eventuell nächstes Jahr wieder nach Seattle ziehen, dann kenne ich immerhin jetzt eine preiswerte und recht nah gelegene Unterkunft, die ich allerdings rechtzeitig buchen sollte. Ich hoffe mal nicht, dass die Verhältnisse wie in Deutschland sind, wo man etwa acht Monate vor einer Con – sollte das Datum rechtzeitig bekannt sein – kein vernünftiges Hotel in der Nähe der Con mehr bekommt.

Pünktlich gegen 18:30 Uhr fand ich mich wieder am Hostel ein und habe auf Tami gewartet und aber als sie nach knapp 30min immer noch nicht da war, habe ich im Internet meine Nachrichten geprüft und die Information bekommen, dass ihr etwas dazwischen gekommen ist und sie es heute leider nicht mehr schaffen wird, zu kommen. Aus dem Grund haben wir uns dann recht früh für den morgigen Tag verabredet, um den Tag gut ausnutzen zu können – denn am Abend muss ich ja wieder zurück nach Vancouver.

Chinatown
Chinatown

So stand für mich die Frage im Raum, was ich am Abend noch so machen könnte, denn ich bin ja kein Freund von Nachtclubs und eine Bar alleine zu besuchen ist auch nicht unbedingt eine Alternative. So habe ich einen kleinen Abstecher nach Chinatown gemacht, um nach ein paar Läden Ausschau zu halten, wo ich mir eventuell ein paar Artbooks zulegen kann, aber leider hatten alle Läden um diese Zeit schon zu, wobei ich immerhin weiß, wo ich am morgigen Tag hingehen werde. Dafür hatte ich – da die Sonne bis weit nach 21 Uhr schien – einen recht schönen Abendspaziergang, auch wenn ich doch lieber einen Park vorgezogen hätte, als durch Häuserschluchten zu wandern 😉

Abendessen
Abendessen

Als ich durch „Zufall“ in der Nähe des Convention-Centers gelandet bin, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, den Abend mit einem Kinobesuch abzuschließend und als Film kam natürlich nur „X-Men: First Class“ in Frage, denn ich bezweifelte unter anderem, dass diesen jemand mit mir in Vancouver ansehen würde. Ich muss zugeben, dass ich so langsam kein Fan von Synchros bin, nachdem ich vorzugsweise meine Anime-Serien mit Untertiteln ansehe, da die deutsche Synchro i.d.R. nicht an das Original heran reicht. Und vor allem bei X-Men wurde es deutlich, dass ab und an doch einiges verloren geht, es kamen einige deutsche Dialoge drin vor, die sogar von den amerikanischen Schauspielern wie Kevin Bacon selbst gesprochen wurden.

Nach dem Film habe ich mir im Hostel noch eine Nudelsuppe als Abendessen gegönnt und dank einem Spender für heißes Wasser in der Küche, ging die Zubereitung recht schnell.

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